Urheberrecht für Illustratoren

Das Urheberrecht ist zwar sehr wichtig für Illustrator*innen, aber eine trockene Materie - von wegen! Die Broschüre „Urheberrecht für Illustratoren“ beweist das Gegenteil. Wenn man mit anschaulichen und praxisnahen Beispielen arbeitet, kann selbst ein Buch, das sich mit einem Gesetzestext befasst, unterhaltend und informativ sein. Der Autor Prof. Dr. Christian Russ ist Notar und Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Medienrecht, Urheberrecht und Verlagsrecht und somit ein wirklicher Kenner der Materie. Mit Fragen wie „Was ist eigentlich ein Urheber?“, „Wie werden Rechte eingeräumt?“ und „Kann man Verträge auch wieder beenden?“ wird die praktische Bedeutung des Urheberrechts veranschaulicht.

Bereits im September wurde die Broschüre an alle Mitglieder der IO verschickt. Auch die frisch in unseren Berufsverband eingetretenen Kolleginnen und Kollegen erhalten sie mit ihrem Begrüßungspaket. Denn das Urheberrecht schützt das geistige Eigentum der Urheber*innen und legt die Basis für seine wirtschaftliche Verwertung. Kenntnis und Verständnis dieses Gesetzes gehören deshalb zum beruflichen Grundwissen einer jeden Illustratorin und eines jeden Illustrators. Deshalb lohnt es sich, in dieser Broschüre zu schmökern. Man braucht etwas mehr als eine Stunde, um sie komplett durchzulesen – und das ist sinnvoll investierte Zeit!

Wir Illustratoren sind Urheber und somit ist das Urheberrechtsgesetz für uns gemacht. Aber dieses Gesetz ist nicht in Stein gemeißelt und wurde bereits mehrmals aktualisiert. Dabei bringen sowohl technische Neuerungen als auch die aktuelle nationale und europäische Rechtsprechung die Notwendigkeit von Änderungen mit sich. Unabhängig davon versuchen Urheber einerseits und Verwerter andererseits, mit ihren jeweiligen Argumenten den Gesetzgeber davon zu überzeugen, dass die Korrektur in die eine oder andere Richtung gehen muss. Das macht es notwendig, dass wir als Urheber-Berufsverband permanent in den jeweiligen politischen Gremien mitarbeiten, um dort unsere Stimme im Auftrag unserer Kolleginnen und Kollegen zu erheben.


Matthias Bender

(Red. SW)