Mitgliederversammlung 2017 des Deutschen Kulturrates
Geschäftsführung und Vorstand des Kulturrates

Zu Gast war der Vorsitzende des DGB, Reiner Hoffmann. Er hielt einen Impulsvortrag zur Transformation der Arbeit und der Strukturen des Arbeitsmarktes durch die Digitalisierung. Die Frage "Die Zukunft der Arbeit?" stelle sich nicht mehr, vielmehr sei "Die Arbeit der Zukunft!" zur Leitidee geworden. Alle, auch Gewerkschaften, müssten anfangen, in neuen Strukturen zu denken, da sich konventionelle Vorstellungen und Rollenmodelle – beispielsweise die von Arbeitgeber_innen und -arbeitnehmer_innen – immer weiter auflösten. Hoffmann signalisierte, dass der DGB offen für diese Zusammenhänge und bereit sei, an neuen Modellen mitzuarbeiten.

Nach dem Jahresbericht, der Vorstellung der Haushaltsabschlüsse und -entwürfe sowie der Entlastung des Vorstandes stand, wie jedes Jahr, eine kulturpolitische Diskussion im Mittelpunkt der MV. Wie nicht anders zu erwarten, nahm das Ergebnis der Wahlen den Mittelpunkt dieser Diskussion ein.
Kulturschaffenden und Kulturverbänden ist es ein Anliegen und sie sehen es als ihre Pflicht, sich zu dem Wahlausgang und den dadurch zu erwartenden kulturpolitischen Konsequenzen zu verhalten. In einem ersten Schritt wurde eine Resolution zur Unterstützung des Offenen Briefes an den Ältestenrat des Bundestages verabschiedet. Hintergrundinformationen bieten dieser kurze 3Sat-Bericht mit einem Interview mit Olaf Zimmermann, dem Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats.
Es wurde beschlossen, weitere Maßnahmen folgen zu lassen, um darauf aufmerksam zu machen, welchen Einfluss eine so umfassende Veränderung der Kulturpolitik, wie die AfD sie fordert, auf unser Zusammenleben haben wird.

An der Versammlung nahmen für die IO Norbert Egdorf (Beirat und Vertreter im Rat der Berufsverände des DT), Jens R. Nielsen (Beirat und einer der Sprecher der Sektion Design im Kulturrat) und Juliane Wenzl (Beirätin und Vorstandsmitglied des DT) teil.

Fotos: @Norbert Egdorf

Der Vorsitzende des DGB
Blick in den gut gefüllten Sitzungssaal
(Red. JW)