Helene Schjerfbeck in der Frankfurter Schirn
links: H. Schjerfbeck Selbstbildnis, 1912 © VG Bild-Kunst; rechts: Digitorial zur Ausstellung Helene Schjerfbeck © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2014; Foto:Norbert Miguletz

In einer umfangreichen Einzelpräsentation widmet sich die Schirn Kunsthalle Frankfurt vom 2. Oktober 2014 bis 11. Januar 2015 der wichtigsten Künstlerin der finnischen Moderne: Helene Schjerfbeck (1862–1946). Mehr als 85 Gemälde und Arbeiten auf Papier geben einen vollständigen Einblick in die kühne Bilderwelt der in Helsinki geborenen Malerin und Zeichnerin.

In den Museen Europas studierte Schjerfbeck während ihrer akademischen Ausbildung die Gemälde alter Meister der Renaissance, des Barock und des Manierismus. Es waren die Motive, Kompositionsschemata, die Farb- und Oberflächenbehandlung dieser Werke, die sie beeindruckten und zeitlebens inspirierten. 1890 nahm sie an der Pariser Weltausstellung teil und erhielt die Bronzemedaille. Schjerfbeck entwickelte durch das Kopieren und das Arbeiten nach Vorlagen einen eigenen Stil und eine spezifische Malweise: Sie reduzierte die Bildelemente, fokussierte in der Komposition auf einen Bildausschnitt, experimentierte mit unterschiedlichen Medien, Techniken und Farben.

Wer in Frankfurt weilt und neben den Aufregungen der Buchmesse die Auseinandersetzung mit einer faszinierenden Malerin sucht: nix wie hin.

Interessant: mit dem sogenannten DIGITORIAL, einer responsiven Website, kann sich der Besucher  bereits vor dem Besuch auf die Themen der Ausstellung einstimmen. Das Digitorial ist von der Website www.schirn.de/schjerfbeck abrufbar. 

2. Oktober 2014 – 11. Januar 2015 Schirn Kunsthalle Frankfurt, Römerberg, D-60311 Frankfurt, weitere Informationen: www.schirn.de

(Red. DB)