150 Jahre deutschsprachige Comics seit Max und Moritz
© Ralf König, Der bewegte Mann, 1986/87

„Ritzeratze! - voller Tücke / in die Brücke eine Lücke." Im Herbst 1864 vollendet Wilhelm Busch seine berühmteste Bildergeschichte: Max und Moritz. Diese Böse-Buben-Streiche werden heute als die Geburtsstunde des deutschen Comics angesehen.

Wie vielseitig und qualitätvoll der deutschsprachige Comic heute ist und welche innovativen Entwicklungen er seither genommen hat, wird in der Ausstellung - die knapp 300 Originalzeichnungen und über 60 Erstdrucke aus den großen Comic-Reihen, wie Vater und Sohn, Nick Knatterton, Fix und Foxi, Mecki oder Strizz, umfasst - deutlich.

Neben Ralf Königs Der bewegte Mann oder Walter Moers Kleines Arschloch gewährt die Ausstellung spannende Einblicke in die Comic-Szene der Gegenwart: Avantgardistische Werke von Hendrik Dorgathen oder Anke Feuchtenberger sind ebenso vertreten wie die künstlerisch ambitionierten Graphic Novels von Isabel Kreitz oder Reinhard Kleist.

Die Ausstellung wird von zahlreichen Veranstaltungen begleitet. So kann man beispielsweise einer Lesung des Berliner Zeichners Flix lauschen oder sich von Mangazeichnerin Martina Peters erläutern lassen wie man Layouts anlegt und Geschichten in Panels erzählt.

Mit dieser Werkschau setzt die Ludwigsgalerie ihre Reihe zu den wichtigsten deutschsprachigen Positionen im Bereich der populären Kunst fort.

Weitere Informationen: http://ludwiggalerie.de

 

(Abbildungshinweis Teaserbild: Wilhelm Busch, Max und Moritz, 1865© Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst) 

(Red. SW)