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 Betreff des Beitrags: Noch mal Frage zur Bildgröße
BeitragVerfasst: So 2. Dez 2007, 14:30 
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Liebe Kollegen,
ich nerve noch einmal mit meinem Problem der Bildgröße bei Aufnahmen mit der Digitalkamera. Ich verwende die aufgenommenen Fotos nicht als solche, sondern als Grundlage für Collagen im Photoshop. Dennoch muß die Aufnahme, wenn sie für den Druck taugen soll, 300dpi betragen, das heißt, von einem RAW-Bild in eine Tiff-Datei übertragen werden. ist das richtig? Ich habe von jemandem die Information bekommen, daß ich durchaus auch im komprimierten jpg-Format (da sind es generell 72 jpg)arbeiten könne, und bin jetzt etwas verunsichert.
Danke!!!!
Christa


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 Betreff des Beitrags: Noch mal Frage zur Bildgröße
BeitragVerfasst: So 2. Dez 2007, 17:30 
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Ja, das habe ich versucht, die sind als JPG riesig (in cm) und ich kann sie imPhotoshop in 300dpi umwandeln. Dann müßte das eigentlich gehen...
Vielen Dank, Miriam


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 Betreff des Beitrags: Noch mal Frage zur Bildgröße
BeitragVerfasst: So 2. Dez 2007, 23:32 
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Hallöchen,

nunmal nichts durcheinanderbekommen -

Das Dateiformat hat nichts mit der Auflösung zu tun. Du kannst deine Fotos problemlos als eps, tif, jpeg, bmp Datei archivieren um später damit zu arbeiten.

"Tiff" lässt sich qualitätsverlustfrei komprimieren aber nicht ganz so platzsparend wie "Jpeg" ist also wenn du große Festplatten hast am besten. Ich denke in der Realität speichert aber quasi jeder große bildsammlungen im hochkomprimierten Jpegformat ab.

Eine Camera speichert in 72 dpi, weil das nunmal diel logische größe für digitale medien ist. (Bildschirme können nur 72 pixel/Bildpunkte pro inch anzeigen) Du kannst aber in ALLEN Datenformaten JEDE Auflösung manuell einstellen.

Um sicherzugehen und eine Vorstellung von der druckbaren Größe deines Bildes zu bekommen - deaktivierst du in Photshop bei "Bildgröße" das "neuberechnen" und stellst bei Bildauflösung 300 dpi ein.

Dann ändert er das Bild in die "Physische" Größe die es in Druckauflösung auf Papier hätte ohne an dem Bild was zu verändern.

Wenn du jetzt "neuberechnen" wieder anmachst und die Größe nach oben korrigierst "bläßt du auf" d.h. Photoshop macht das Bild "pseudobesser" rechnet also irgendwelche ähnlichen Pixel zwischen die echten. Das kann man in einem gewissen Rahmen machen sollte man aber in der Regel bleiben lassen.

Wenn du mit "neuberechnen" die Bildgröße verringerst zerstörst du Auflösung, machst das Bild also unrettbar schlechter.



In welchem Format du das ganze nachher zum Drucker bringst musst du mit Drucker selbst klären, dass hat aber nicht mit deinem Arbeitsmodus zu tun.
Für den Druck geeignet sind prinzipiell alle Formate die den cmyk Modus unterstützen. Also Tiff, Jpg, eps ... (Nur png und giff gehen da nicht)
Die Auflösung sollte wie du schon sagst 300 dpi betragen

WICHTIG:
Man sollte NIE in einem JPEG ARBEITEN sondern nur am ende der Arbeit als einmalig als Jpeg speichern.
Gearbeitet und korrigiert wird in einer unkomprimierten PSD oder Tiff datei.
Denn:
JPEG ist immer mindestens leicht komprimiert. Die Komprimierung funktioniert durch vereinfachung von Flächen: ähnlich farbige Pixel werden auf eine Farbe reduziert. Dadurch enstehen die sogenannten jpeg-artefakte (Nebelartigestrukkturen um die Konturen oder rechteckige Farbflächenmuster ...)

Das ist kein absoluter Faktor sondern lässt sich wie Zins und Zinseszins immer wieder neu auf’s Bild anwenden.

Das Bild wird BEI JEDEM SPEICHERN schlechter.

Grüßchen


Gerrit




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"Ho, ho, ho und ne Pulle mit Rum"

Gerrit Hansen
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 Betreff des Beitrags: Noch mal Frage zur Bildgröße
BeitragVerfasst: Mo 3. Dez 2007, 14:30 
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Lieber Gerrit,
das war wirklich eine unfassende Antwort, richtig schön fassbar für Tussis wie mich, die bisher "nur" mit dem Pinsel umgehen konnten.Danke!!!!
Ganz verstehen kann ich es immer noch nicht. ich habe gerade dies gestern ausgeführt, was du beschrieben hast, habe die Bilder im Photoshop auf 300dpi gemacht und mich gefragt, wie kann der das?
Er macht die Bilder "pseudobesser", sagst du. Sie sind in der Tat superfein aufgelöst. dann kann ich so also arbeiten.
Du sagst weiterhin: Nie ein jpg-Format bearbeiten, aber es wird ja automatisch psd, wenn ich es hineinstelle, oder?
Verkleinern führt zu Qualitätsverlust - jetzt habe ich (in cm) aber so riesige Bilder, wie ich sie nicht brauche, ich würde sie gerne verkleinern, um sie in eine Ebene zu bringen mit den Zeichnungen, die ich einbauen will, und die sind 1:1. Es geht um ein gängiges Bilderbuchformat. Das müßte doch eigentlich gehen, oder?

Dank und liebe Grüße,
Christa


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 Betreff des Beitrags: Noch mal Frage zur Bildgröße
BeitragVerfasst: Mo 3. Dez 2007, 15:57 
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Hallo Christa,
zunächst mal Kompliment für dein Portfolio. Schöne Sachen hast du da!

Und nun ein Tipp zu deiner Frage: Wenn ich mit Photoshop für Print-Zwecke zeichne oder male, erstelle ich eine Datei im CMYK-Modus, in der Ausgabegröße des Motivs, zuzüglich umlaufend 3 mm Beschnittzugabe (z. B. Bild 20 x 30 cm: Datei 20,6 x 30,6 cm). Als Auflösung stelle ich zunächst 150 dpi ein, weil da (speziell bei meinen teils sehr großen Formaten) der Arbeitsspeicher weniger beansprucht wird und man flüssiger mit vielen Ebenen zeichnen kann. Erst kurz vor Schluss vereine ich alle Ebenen und stelle die Standard-Auflösung für den Druck her, 300 dpi. Kleine Ergänzungen nehme ich dann manchmal noch in dieser hohen Auflösung vor, wie z. B. Augenglanz oder Haarlinien.

Wenn du nun in eine solche Datei deine Fotos importierst, siehst du, wie sie verkleinert oder vergrößert werden müssen und ob die so eventuell entstandene Schärfe oder Unschärfe mit deiner Zeichnung harmoniert. Falls du nicht direkt in die Fotoelemente malst, kannst du ja in deine Arbeitsdatei zunächst auch erst mal gering aufgelöstes Material einbinden, was die Dateigröße möglichst klein hält, und erst ganz zuletzt alle Originalteile vereinen.

Viel Spaß beim Austüfteln der besten Variante.

Cornelia


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 Betreff des Beitrags: Noch mal Frage zur Bildgröße
BeitragVerfasst: Mo 3. Dez 2007, 16:50 
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Vielen Dank, Cornelia, auch für das Kompliment. jetzt werde ich gleich mal in dein Portofolio schauen.

Du speicherst also erst mal kleiner ein, und bringst die Datei am Ende wieder auf 300dpi. Das geht?
Natürlich kann man dann viel schneller arbeiten...
Bei dem, was ich da anfange, sind die Fotos die Grundlage, die gezeichneten Elemente werden hineingesetzt. Ich könnte die Fotos also theoretisch mit 150dpi in psd setzen und die Zeichnungen ebenso groß einscannen?
Und, ist es wichtig, den Farbmodus gleich auf CMYK einzustellen?

Liebe Grüße,
Christa


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 Betreff des Beitrags: Noch mal Frage zur Bildgröße
BeitragVerfasst: Mo 3. Dez 2007, 16:56 
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Hallöchen,


Gern geschen und keine Bange irgendwann haben wir uns alle damit auseinandergesetzt und es ist in der Tat ganz leicht zu verstehen wenn man erstmal die Basis verstanden hat.

Dateigröße:

Du musst dir dein Bild wie ein "ministeck" bild (kennt das noch einer? ist so kinderspielzeug) oder aus legosteinen zusammengesetzt vorstellen.

jeder stein hat eine Farbe, mehrere farben nebeneinander mischen sich zu verschiedenen farbtönen und je weiter man weggeht bzw je kleiner die steine sind, desto weniger sieht man von den einzelnen steinen und das Bild wird scharf. Diese Form der Bild Darstellung nennt man BITMAP (nicht zu verwechseln mit dem Bitmap Farbmodus bei Photoshop, der zwar das gleiche meint aber nur mit schwarzen oder weißen Legosteinchen (1bit Bitmap)

Ein Monitor hat für die Darstellung der "Steine" ganz kleine viereckige lämpchen - geh mal dicht an deinen Monitor und du wirst ein ganz leichtes minikaromuster
entdecken. Das sind nebeneinander und übereinander 72 kästchen pro Inch also ist jede lampe ungefähr einen drittel Millimeter groß. Mehr kann an einem Monitor nicht angezeigt werden denn eine lampe kann ja nicht zwei Farben haben. Durch die Durchschnittsentfernung Mensch/Monitor ist das aber ok. (Ähnlich wie ein steinchenmosaik an der Zimmerdecke - solange keiner auf ne Leiter klettert ;-)

Dein AvatarBild z.b. ist 92x125 pixel groß - bei 72 Dpi entspricht ein Pixel einem Lämpchen bei 144 dpi sind auf der Fläche eines Lämpchen schon 2 farbinformationen usw. Das ist aber für Bildschirme doof - warum? Ganz einfach weil mehrere Farbinformationen von einem dummen Monitor per durchschnittsberechnung zusammengefasst werden zu einer, was unnötig ist und die Gefahr von Farbverfälschung birgt.

Wenn du bei 100 % Bilddarstellung das gleiche Bild mit 300 dpi (bei gleicher breite und höhe) danebenlegst kannst du am Monitor keinen Qualitätsunterschied sehen.

Daher werden für digitale Medien gespeicherte Bilder im richtigen Verhältnis gespeichert also ein Lämpchen/eine Information=72 dpi (und sind dementsprechend in centimetern ausgedrückt recht groß)

Umgerechnet auf Papier hat man natürlich einen feineren Blick (man hält sich das ganze ja auch gern mal direkt vor die Nase) und entsprechend muss ein Druckprodukt kleinere "steinchen" machen. in diesem Fall sind es Farbpunkte/"Dots" wie in "dpi". (Am Monitor heißt es eigentlich auch ppi "Pixel per inch" aber dpi hat sich umgangsspr.durchgesetzt ...)

Wenn du in Photoshop OHNE "Neuberechnung" umrechnest auf 300 dpi, macht er nix anderes als zu sagen jedes Pixel, das am Monitor 0,35 mm groß ist auf 0,08 mm zu verkleinern. Das kann er zwar nicht in echt (bei 100%) anzeigen, aber er kann es sich merken.
Wenn er die einzelnen Pixel verkleinert hat ist das Bild natürlich insgesamt in cm gesehen kleiner bei digicamfotos normalerweise bei ungefähr Fotoabzugsgröße 15x10 cm.

Aufblasen/Pseudoverbessern:

Wenn du jetzt "neuberechnen" wieder anmachst, 300 dpi lässt und das Bild (in cm) vergrößerst. Dann legt er z.b zwischen ein schwarzes und ein weißes Pixel ein 50 % graues Pixel.

Damit kann man bism zu einem gewissen grad Arbeiten - insbesonders bei Bunten Detailreichen Sachen wie Blumenstraussfotos fällt das nicht auf und erzielt gute Ergebnisse.

Aber wenn du das ganze z.b. bei strichzeichnungen und klaren Motiven machst, bei denen es auf den Kontrast ankommt merkst du schnell, wie auch schon kleines Gemogel das Bild schwächt.



Dateiformat:

solange du im Photoshop arbeitest ist das Format der geöffneten Datei erstmal egal.
Interessant wirds beim Speichern.

Wenn die Datei im Moment des Speicherns die Möglichkeiten des Datei-Formats nicht sprengt speichert Photoshop IMMER ohne nachzufragen mit den gleichen Einstellungen mit denen die Datei vorher gespeichert war. zudem überspeichert er dein Original, was doof sein kann wenn du auf einem Bild eine Collage aufbauen wilst, es in Zukunft aber noch für andere Zwecke in der orig. Form brauchst.

Erst wenn du z.b. Schrift, oder Ebenen o.ä. zufügst wird er beim Speichern von beispielsweise einer ehemaligen Jpegdatei ggfls. nachfragen in welchem format du speichern willst. (Und Jpeg wird in diesem Falle nicht auswählbar sein)

Also sicherheitshalber Arbeitsdateien immer als ersten Schritt einmal per "sichern unter" als psd speichern.




Nächstes mal machen wir dann rgb und cmyk :-)



Grüßchen

Gerrit

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 Betreff des Beitrags: Noch mal Frage zur Bildgröße
BeitragVerfasst: Mo 3. Dez 2007, 18:51 
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Registriert: Do 10. Jul 2008, 08:30
Beiträge: 874
Hallo Christa,
nein, nicht kleiner machen und dann wieder größer ziehen. Das ist ein Missverständnis. Ich habe mich auf direkt am Bildschirm gezeichnete Motive bezogen, die ich klein (150 dpi) beginne, später größer rechne und um Feinheiten ergänze. Wenn du aber alles einscannst und nur am Bildschirm montierst, gilt auf jeden Fall Standard 300 dpi.

Gruß
Cornelia


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 Betreff des Beitrags: Noch mal Frage zur Bildgröße
BeitragVerfasst: Di 4. Dez 2007, 16:37 
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Lieber Gerrit,
das ist super aufschlußreich, und sehr anschaulich, aber bei mir dauerts immer etwas länger...
Warum ist es egal, in welchen Format ich etwas im Photoshop arbeite, wenn es einmal zu klein ist, kriege ich es doch nicht ohne Qaulitätsverlust wieder größer...?
Die Erkenntnis, daß ich jpg-dateien "aufblasen" kann und damit die, für den Druck erforderliche Pixelzahl erreiche, ist genial.
Daß ich die Bilder (in cm) nicht straflos vergrößern kann, ist auch klar. Aber verkleinern kann ich sie doch, oder? Wenn ich so einen Latsch von Foto 120 mal 90 oder so habe, wäre es doch angebracht, es auf die
erforderliche cm-Größe zu bringen (Buchseite), zumal ich ja sonst die Zeichnungen, die ich da reinsetze riesig anlegen müßte, damit sie pixelmäßig passen.
Kann ich überhaupt auch unterschiedliche Bildgrößen vewenden, wenn sie denn grundsätzlich in der Größe ausreichen, nur eben variieren?
Und wie ist es mit CMYK? Ich beute dich ein wenig aus...
Noch mal vielen Dank!!!
Christa

Auch dir Cornelia, vielen Dank für deine Hilfe!


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