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BeitragVerfasst: Mi 9. Jan 2008, 22:11 
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Übrigens,
hier gibts von Galileo ein Open Book passend zur Thematik. Es ist zwar etwas älter und
bezieht sich Photoshop CS2. Aber die Infos zur Druckvorstufe und Farbseparation sind
nach wie vor aktuell.
Man kanns online lesen oder runterladen. Hier ist der Link:

Adobe Photoshop CS2 professionell

Sehr nett von Steffi auf den Gesamtfarbauftrag hinzuweisen. Und da wundert man sich manchmal, weshalb
die Mitteltöne einem komplett zulaufen......
An dem Punkt fing ich an mit eigenen Profilen herumzuexperimentieren.

Netten Gruß von

Thomas


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BeitragVerfasst: Do 10. Jan 2008, 22:02 
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Hallo,
schon wieder ein Haufen nützlicher Informationen! Vielen Dank! Aber für mich vermehren sich die Fragen mit jeder Antwort...bisher habe ich wohl sehr naiv mit den Dingen gespielt.
Was meinst du damit, Thomas: Einmal auf CMYK umstellen, aber richtig? Was ist denn da richtig, oder falsch?
Ich mach das Ding fertig und stelle das Ganze auf CMYK um, oder wie???
(Freut mich, daß du mein Monster magst)

Steffi, was du beschreibst, ist ja wieder ein ganz neuer Aspekt. Woher weiß ich denn, welches mein gewünschter Wert ist, den ich eintragen soll??? Richtet es sich nach der Vorlage, die ich einscanne, ob sie stark oder weniger stark gesättigt ist....????

Liebe Grüße,
Christa


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BeitragVerfasst: Fr 11. Jan 2008, 18:59 
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Ähem, Christa,

Thomas hat nicht geschrieben "einmal CMYK, aber richtig", sondern "einmal CMYK, und gut". Das ist Neusprech für: "Möglichst nur einmal von RGB aif CMYK umstellen, und gut ist’s [damit hat’s sich, Punkt, Schluss, Aus, Ende, Basta, Finger weg]."
Warum Du nicht von einem Farbraum in den anderen wechseln solltest und dann wieder zurück, das hat er ja bereits ausführlich beschrieben: Farben in CMYK sind eben leicht von ihren "Entsprechungen" in RGB verschieden, und wenn Du von CMYK wieder zu RGB "zurück" willst, rekonstruiert Photoshop eben nicht die ursprüngliche RGB-Farbinformation, sondern eine neue, wiederum leicht von der CMYK-Version abweichende. Spring ein paar mal zwischen den beiden Farbräumen hin und her, und einige Deiner Farben werden sich DEUTLICH von den ursprünglichen Ausgangsfarben unterscheiden! - Diese "Unschärfen" gilt es zu vermeiden, darum gilt: "Am Ende einmal von RGB zu CMYK wechseln, und gut!"

Grüße,
Jens

_________________

Epitaph on an Unfortunate Artist

He found a formula for drawing comic rabbits:
This formula for drawing comic rabbits paid,
So in the end he could not change the tragic habits
This formula for drawing comic rabbits made.

-- Robert Graves [1922]


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BeitragVerfasst: Fr 11. Jan 2008, 21:15 
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Hallo Christa,

jetzt komme ich endlich dazu Deine Frage mal zu beantworten.
Das Ganze wirft natürlich sehr viele Fragen auf, das kann ich gut verstehen.
Wie Jens schon korrekt anmerkte kommt es beim Farbraumwechsel (z.B. von RGB nach CMYK) zu
Farbverschiebungen.
Das liegt insbesondere an der Natur beiden verschiedenen Farbmodelle:
Der RGB (Red, Green, Blue) Farbraum ist die übliche Farbdarstellungstechnik an allen Monitoren, Scannern
und Digitalkameras. Das RGB-Modell ist ein sog. "additives Farbmodell" , d.h. alle am leuchtenden Monitor
dargestellten Farben ergeben in der Überstrahlung (Monitore funktionieren ja mit Licht) den jeweils dargestellten Farbton.
Leuchten alle RGB-Farben mit 100% ergibt sich am Monitor Weiß.

Anders ist es beim CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Key=Black) Farbraum mit dem üblicherweise alle Druckmaschinen
arbeiten. Das CMYK-Farbmodell ist ein sog. "subtraktives Farbmodell", d.h. alle diese nicht-selbstleuchtenden
Farben (auf einem Ausdruck kann ja nix von selbst aus leuchten) ergeben zusammen Schwarz.

Der Umfang an darstellbaren Farben ist in der subtraktiven Farbmischung also im CMYK-Farbraum sehr viel
kleiner als bei der additiven Farbmischung im RGB-Farbraum.

Die Umwandlung eines Bildes im RGB-Modus in den CMYK-Farbraum nennt man "Farbseparation"

Umstellen von RGB auf CMYK (oder umgekehrt) in Photoshop: "Bild"> "Modus"> "CMYK". Das wars. So einfach und doch mit Folgen. Deutlich sehen kannst Du das wenn Du bei der Umwandlung mal die Kanäle anzeigen lässt
(in der Ebenenpalette neben den Ebenen) sowie in der Protokollpalette. Am Monitor mag man im ersten
Moment noch nix von diesem Vorgang bemerken. Aber druck das Bild mal aus.......

Die "Kunst" besteht also darin die Fabinformation einer Datei im reichhaltigerem RGB-Modus so geschickt
herunterzubrechen, dass im kleineren CMYK-Modus später im Druck möglichst viel Farbinfos erhalten
bleiben. Und zwar soweit erhalten bleiben, wie man das Bild am Monitor sah - möglichst unverfälscht in der
korrekten Farbdarstellung, mit den korrektem Helligkeits/Dunkelwerten.

Photoshop bietet übrigens zur Beurteilung wie ein RGB-Bild später im CMYK aussehen würde eine
sehr praktische Vorschau: "Ansicht: Farbproof-Proof" (Strg+y). Probiers mal aus, Du wirst den Unterschied sehen.

Gut ist immer auch zu wissen, dass CMYK-Farben am Monitor nie ECHTE CMYK-Farben sind, sondern
immer nur simulierte. Jeder Monitor arbeitet ja mit RGB und kann keine 100%igen CMYK Farben wie sie
später im Druck erscheinen darstellen, sondern immer nur annäherungsweise. Diese Annäherung reicht
aber für eine Druckbeurteilung vollkommen aus.

Es ist aber auch die Frage WANN man von RGB nach CMYK wechselt. So funktionieren beispielsweise
die Filter "Beleuchtungseffekte" und "Blendeneffekte" grundsätzlich nur im RGB-Modus. Will man ein Bild für den Druck schärfen ist es praktischer dies in CMYK zu tun. Gleichfalls ist es sinnvoll Schatten im CMYK
anzulegen, da man hier einen eigenen Schwarzkanal hat.
Die Technik "Freistellung durch Ausblenden" (habe ich im Thread "Handmade - Look bei digitalen Illustrationen" mal erklärt)
funktioniert im CMYK etwas zuverlässiger, d.h. manche Farbbilder sehen in der Überblendung nicht
so zerrupft aus.

Vielleicht hast Du Dich auch schon mal darüber geärgert, dass ein Bild im Ausdruck plötzlich verkehrte
Farbtöne, Helligkeiten ober dunkele Töne wiedergab.
Hier kommen nun die Farbprofile ins Spiel. Diese lasse ich jetzt aber einfach mal weg, da sonst dieser
Beitrag wieder so unendlich lang wird.
Das von Steffi angesprochenen "Eigene CMYK" ist quasi die Umwandlung von RGB nach CMYK per Hand.
Hier sollte man aber etwas Vorerfahrung haben.

Puh, wieder sooooooo viel geschrieben.
Die Informationen hier sollen Dich auch bitte, bitte nicht verwirren. Ich weiß, das ist alles sehr viel. Aber
das ist leider bei weitem nicht alles........
Immer Schritt für Schritt mal was ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Das Verständnis und das routinierte Arbeiten
kommt dann schon mit der Zeit. Wenn ich kann versuch´ ich Fragen zu beantworten. Ich weiß natürlich auch nicht alles.
Als ich anfing mich mit diesem Thema zu beschäftigen stand ich auch erst mal vor einem Berg. Jetzt steh´ ich vor der Rückseite des Berges und schaue auf andere Berge.....

Viele farbenfrohe Grüße (in RGB)!

Thomas


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BeitragVerfasst: Fr 11. Jan 2008, 23:51 
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Beiträge: 496
Und noch mal ein kleiner Nachtrag:
In der Regel wechselt man erst am Schluß einer Bildbearbeitung EINMALIG die
Farbräume. Da hat Jens vollkommen Recht.
Es gibt aber Arbeitsabläufe bei denen Methoden zum Einsatz kommen die
einen EINMALIGEN frühzeitigen Wechsel nötig machen. Zwar eher selten aber immerhin.
Das ist immer eine Sache der Abwägung.
Mit der Erfahrung kommt das aber schon.

Mensch, wir waren zu Beginn mal beim Speicherformat.
Ist schon verrückt was für eine Eigendynamik so ein Thema haben kann.

Farbenfroh grüßt (im CMYK):

Die EPS-Datei "Thomas".:cheesy:





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BeitragVerfasst: Di 15. Jan 2008, 18:00 
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Hallo, lieber Thomas, lieber Jens
Vielen Dank für eure Hilfe!
Thomas, du hast wirklich viel Geduld mit mir! Daß ich noch nicht geantwortet habe, liegt auch daran, daß hier natürlich nicht immer das Internet funktioniert. Wir sind in der 3. Welt und ich bin eine Hinterwäldlerin.
Ich denke, daß sich vieles mit wachsender Erfahrung klärt, aber noch sind die Berge ziemlich hoch (ungefähr wie der Momotombo, den ich vom fenster aus sehe...)
Grundsätzlich habe ich das mit den farbprofilen verstanden.
Allerdings wie ich es "eigenhändig" umwandle, bleibt für mich unklar. Wen ich jetzt eine handgefertigte Arbeit einscanne, ohne den Willen, sie weiter zu bearbeiten, nur mit der Absicht kein Papierbild um die Welt zu schicken, sondern ein elektronisches. Dann speichere ich es in CMYK ab, mit 300 dpi. Aber wie die Farben wirklich werden, WIE soll ich das kontrollieren oder beeinflußen, wenn sie doch auf dem RGB Profil (hab verstanden, warum) ganz anders aussehen...???
Ich habe einen supertollen neuen Scanner, auch der kann natürlich viel mehr, als ich von ihm weiß. Und er hat das famose silverfast. Das Buch z.B.: Man solle daruf achten,
daß die farbprofile im Siverfast die gleichen seien, wie im photoshop....aber ich kann doch im RGB einscannen und dann im Photoshop umwandeln. Was spielt das dann für eine Rolle?
Angeblich soll man ja damit Bilder ohne sichtbare "Nahtstellen" zusammensetzen können. das ist mir leider nicht gelungen, aber bestimmt gibt es da auch einen Trick....

Wie arbeitest du eigentlich Thomas? Du sprichst von Rekonstruktion. hast du immer Fotos als Grundlage?

Liebe Grüße vom Momotombo,
Christa


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 Betreff des Beitrags: Abspeichern für den Druck
BeitragVerfasst: Mi 16. Jan 2008, 00:40 
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Guten Abend Christa,

jetzt ist es durchaus angebracht die verschiedenen Disziplinen nicht durcheinander zu bringen:
Wenn Du für den Druck arbeitest wandelst Du die Ausgabedatei (JPEG, TIFF, EPS usw.) nach Möglichkeit
am Ende des Workflows einmal in den CMYK-Farbraum um.

Wenn Du aber für die Bildschirmdarstellung (z.B. fürs Web) arbeitest, bleibst Du IMMER im RGB-Modus.
Wie gesagt arbeiten ja alle Monitore mit RGB, und deshalb bleibt man dabei.
Hier fällt der ganze Aufwand mit der Vorbereitung für den Druck sowieso weg. Fürs Web gilt grundsätzlich
eine Auflösung von 72 Pixel pro Centimeter (oder Zoll, je nachdem). In der Webspeicherung bewegen sich
die Dateigrößen idealerweise im KB-Bereich (Kilobyte) ab. Also eher klein. Hierfür bietet Photoshop den
praktischen Befehl "Für Web speichern" an. Passt da mal ein Bild wegen der Dateigröße nicht rein, speichert
man das jeweilige Bild mit einer kleineren Auflösung normal ab, lädt es nochmal neu in PS und bearbeitet es dann
im genannten Befehl.
Wie Dein RGB-Bild auf anderen Monitoren aussieht kannst Du nicht wissen - jeder stellt seinen Monitor anders ein,
bzw. jeder Monitor ist qualitativ anders gestrickt. Der eine etwas heller, der andere etwas kontrastreicher usw.
Da würde ich mir keinen allzu großen Kopf machen.
Aber das wäre ein neuer Themenbereich für den sich ein neuer Thread lohnt.

Hier geht es ja jetzt um die Druckvorbereitung.
Der Bild-Befehl "Im Profil umwandeln">"Eigenes CMYK" bietet Dir die Möglichkeit gezielte Korrekturen
am Bild in Hinsicht auf die mittleren und dunklen Tonbereiche vorzunehmen. Oftmals ist es das Problem,
dass ein Bild farbstichig oder bräumlich wirkt, insbesondere in den schwarzen/grauen Tonbereichen.
Das liegt daran weil man im Druck drei Farben (CMY) mischt um den grauen Tonbereich zu bilden.
Um dem entgegenzuwirken gibt es in PS die Separationart "GCR"(Grey Component Replacement-Graukomponentenersatz).
Hier kann man also gezielt das durch Mischung von Cyan, Magenta und Gelb aufgebaute Grau durch Schwarz zu ersetzen. Das GCR wirkt auf das ganze Bild, d.h. alle Tonwertbereiche eines Bildes werden beeinflußt und nicht nur die Schattenpartien. Das kann unter Umständen auch manche Farbe gräulich wirken lassen wenn man nicht aufpasst. Also Vorsicht. Will man nur die Grautöne der Schatten verbessern nimmt man "UCR" (Under Control Removal-Unterfarbzugabe).
Das alles lässt sich auch über Gradiationskurven steuern. Dumm nur, dass es dafür keine Vorschaufunktion gibt.

Der Gesamtfarbauftrag (GFA) kann mit 300% für manche Papiere zuviel des Guten sein, d.h. die dunklen bis mittleren
Bildbereiche werden komplett schwarz wiedergegeben. Auf glatten oder gestrichenen Papieren ist das normalerweise
kein Problem. Aber z.B. bei Naturpapieren kann das schnell passieren. Deshalb reduziert man den GFA-Wert
etwas, um dem entgegenzuwirken.
Das Ganze ist nicht so einfach wie es scheint, denn bei Tonwertzuwächsen oder Reduzierungen kann man sehr schnell daneben liegen.

Das Beste ist man weiß vorher welche Farbprofile die Druckerei haben will.
Bei Nachfrage gibt die jeweilige Druckerei Auskunft.
Hierzu mal ein praktisches Beispiel:
Die Druckerei "Flyer Alarm" benutzt für Druckausgabe den Standart "ISO Coated FOGRA 27".
Das findet sich unter besagtem "Im Profil umwandeln"-Befehl im Menü "Zielfarbraum". Klickst Du da mal
drauf begegnet Dir eine lange Liste mit versch. international verwendbaren Farbprofilen für die unterschiedlichsten
Zwecke. Das gesuchte Profil heißt in PS "Coated FOGRA 27 (ISO12647-2:2004)". Ein Wortungetüm......
Wenn man also für diese Druckerei arbeitet kann man nun von RGB auf einmalig dieses Profil umstellen und ist
vor Farbverschiebungen gefeit. Das ist recht praktisch.
Übrigens:
Wenn Du an einem kalibrierten Monitor sitzen solltest, begegnen Dir hier auch die von Dir angelegten Profile
wieder. Du kannst ja für Papiere die Du zumeißt für Deine Audrucke verwendest, extra Profile anlegen. Das ist
absolut super, kann ich Dir sagen! Damit kann man bis 99% farbgenau arbeiten.
D. h. die Ausdrucke auf dem heimischen Drucker stimmen weitestgehend mit der Monitordarstellung überein.
Ich arbeite mittlerweile so. ABER: Die Kalibrierung und der Umgang mit der entsprechenden Software waren auch
für mich anfangs ein ziemlicher Kampf. Hat sich aber voll ausgezahlt, trotz der Nervereien.
Durchhalten ist das Allerbeste.

"Silverfast" ist eine absolut hochwertige Scan-Software. Ohne Zweifel. Damit kann man alles mögliche anstellen.
Ich habs bisher noch nicht gebraucht, da ich nicht sonderlich viel scanne. Ich mache sehr viel übers fotografieren.
Die professionellen Silverfast-Lösungen brauchen eigentlich eher Werbefotografen, die sehr aufwendige Kampagnen
begleiten und mit sehr präzisem Material z.B. im Filmscan arbeiten. Kein Alltagsgeschäft also.
Für uns Künstler ist das nicht unbedingt notwendig. Aber wenn man es hat ist das schon klasse.
Du kannst die Profile die Silverfast mitbringt auch in Photoshop laden je nach Verwendungszweck.
RGB ist nicht gleich RGB. Dahinter läuft immer ein einzelnes Profil im RGB-Farbraum. Deshalb gibt es ja immer diese
Probleme mit dem Verständnis. Das entribbelt sich immer erst nach näherer Beschäftigung mit dem Thema.
Das Zusammensetzen von Bildern ("stiching") geht auch etwas mühsam mit Photoshop. Einfach rumprobieren.

Jetzt noch ganz kurz zu meiner Malweise:
Ich benutzte für ein Bild wie den Wilhelm Busch mehrere Bilder als Referenz. In diesem konkreten Fall waren es fünf
Ausgangsbilder. Alle in schwarz-weiß. Drei Fotos (um 1907 aufgenommen), zwei Zeichnungen von ihm.
Problem: Die rechte Gesichtshälfte lag komplett im Vollschatten. Das habe ich mithilfe des Referenzmaterials und viel Fantasie rekonstruiert und in Farbe wiedergegeben - und zwar ohne Vorzeichnung. Gleich direkt umgesetzt als Aquarell. Voll improvisiert.
Ich habe genug Erfahrung damit um so vorzugehen. Meißtens sitzt es. Ist aber nicht jedermanns Sache. Kann ich
sehr gut verstehen. Für diese Sorte von Aquarell arbeite ich wie der CMYK-Modus: Ich strichele mit zwei kleinen
Marderhaarpinseln Rot, Blau und Gelb übereinander bis die Töne, Schatten usw. passen. Weniger mit vorher angelegten Mischungen.
Mit einem Pinsel trage ich die Farbe auf, den zweiten (mit Wasser befeuchtet) nehme ich nur zum vermalen harter
Ränder. Den Hintergrund lege ich ganz normal mit der Airbrush an. Für die Barthaare hab´ ich mir eine eigene Technik angeeignet.
Das würd´ ich wahnsinnig gern alles am Grafiktablett machen. Dann könnte ich endlich schneller arbeiten. Kann ich mir im Monment aber nicht erlauben. Leider.
Für die digitalen Sachen arbeite ich mit Holger zusammen. Das ist ein gut befreundter Fotograf von mir. Er ist übrigens der "Kopf in Schleifen". Mit ihm mach´ ich viele Bildprojekte. Wenn ich mal Bildmaterial brauche frag´ ich ihn, oder wir machen eine gemeinsame Session. Falls das mal nicht geht muss auch ich mir mal Stockmaterial kaufen.

So! Jetzt ist aber Schluß. Mensch, soooooooooo ein Roman geschrieben! Boh! Ich werd´ verrückt.
Nein ich bin es schon......

Gute Nacht!

Thomas


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 Betreff des Beitrags: Abspeichern für den Druck
BeitragVerfasst: Fr 18. Jan 2008, 19:58 
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Hallo Thomas,
das war sehr ausführlich und verständlich. Ich habe das mit dem Profil umwandeln auch gefunden, obwohl es immer nicht so einfach ist, denn bei mir ist alles englisch oder spanisch. Aber man gewöhnt sich daran.
Was mich halt verwirrt, ist der Umstand, daß ich die Veränderung, z.B. in der Farbsaturierung auf dem Bildschirm nicht sehe, ich muß also auf Vermutungen, oder , wenn ich sie dann habe, auf Erfahrungen bauen.
Da ich demnächst ernsthaft in einer kombinierten Technik für einen Ami-Verlag ein Buch mache, frage ich die wohl am besten, mit welchem Standard sie arbeiten. Einen kalibrierten Monitor habe ich nicht (weit entfernt), noch sitze ich am Laptop. Von der siverfast -software hatte ich mir eigentlich versprochen, daß die mir die Farben kalibriert, geht aber nicht. Schon wieder eine Hürde, aber ich kann dich ja auch nicht ständig zu nächtlicher Stunde mit meinen Fragen belästigen...

Deine Bilder sind wirklich interessant, gut gefallen mir besonders dien Federzeichnungen, das sind zum Teil keine Auftragsarbeiten, oder?

Liebe GRüße,
Christa


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BeitragVerfasst: Sa 19. Jan 2008, 00:33 
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Registriert: Do 10. Jul 2008, 08:30
Beiträge: 496
Erst mal ruhig angehen das Ganze.
Du kannst nicht viel verkehrt machen.
Fragst mal kurz nach wie die Druckerei die Dateien haben will. Dann du arbeitest die Photoshopdatei (psd.) soweit aus wie Du es Dir vorstellst und speicherst dann eine Datei im Austauschformat (pdf, jpeg usw.) je nachdem was gefordert ist. Und dieser Datei weist Du kurz einmal das von der Druckerei benötigte Profil zu. Speichern. Fertig!
Schau´ Dir die Datei aber noch mal an. Falls etwas nicht ganz so stimmig sein sollte, nimmst Du die Korrekturen aus der psd-Datei heraus vor.
Immer zuerst natürlich die Photoshop-Datei MIT ALLEN EBENEN sichern. Das ist quasi die Urdatei mit der Du immer alles machen kannst. Diese Datei belässt Du im RGB Modus.
Ich sichere jeden Zustand einer psd-Datei: Mach´ ich kurz Mittagspause, schiebe ich die Arbeit vom Vormittag kurz auf die externe Festplatte. Am Abend brenne ich das Tageswerk noch zusätzlich auf CD, so dass ich drei Versionen habe: Die Datei auf dem Rechner, auf der externen Festplatte und auf CD. Die fertige Version kommt zudem auf den Server.

All das Hin und Her mit dem Farbmanagement lass´ am besten erst mal weg.
Damit kannst Du Dich befassen, wenn Du keinen Auftragsdruck mehr hast. Das macht auch dann erst wirklich Sinn, wenn Du an einem kalibriertem System+Drucker arbeiten solltest. Dann läßt sich vieles praktisch besser nachvollziehen.
Hast Du dann ein paar Stunden Zeit nimmst Du Dir Irgendein JPEG zum probieren und weist alles Mögliche
an Profilen zu, machst Umfangreduzierungen, Tonwertzuwächse und, und, und. Einfach mal drauf losprobieren und gucken was passiert.
So bringe ich mir die Dinge praktisch bei. Ich verschlinge dazu noch Bücher. Da hat jeder so seine eigene Methode.

Mit Siverfast kann man den Scanner profilieren nicht den Monitor. Die Scannerprofilierung ist auch erst mit den höherwertigen Versionen möglich.
Um den Monitor einzustellen brauchst Du spezielle Kalibrierungstools für Monitore. Die Software ist mit dabei. Ich arbeite mit Print Fix PRO. Arbeitet zwar sehr zuverlässig, ist aber vom Arbeitsablauf sehr gewöhnungsbedürftig. Empfehlen kann ich das nur mit Einschränkungen, und auch nur wenn man etwas Geduld mitbringt. Allerdings habe ich da keine Vergleiche mit anderen Produkten.

Ach Mensch ja, ich habe schon so lange nix mehr mit der Feder gezeichnet. Eigentlich mag ich das sehr: Auf großem Format mal wieder so richtig loskritzeln. Die Federzeichnungen sind nicht auftragsgebunden. Damit müßte ich mehr machen. Irgendwas wird schon kommen.

Viel Glück für die Arbeit mit dem USA-Verlag!

Thomas


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