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 Betreff des Beitrags: Copics
BeitragVerfasst: Mo 16. Dez 2013, 22:25 
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Registriert: Fr 29. Nov 2013, 14:43
Beiträge: 19
Hallo liebe Kollegen,


angeregt durch das Buch "Ideen visualisieren" des Hermann Schmidt Verlag sinniere ich gerade über den Einstieg in die Welt der Copic-Marker.
(Bisher habe ich eher mit Aquarell oder in PS/AI coloriert (zu sehen gibbet momentan aber noch nichts) und dachte, es wäre womöglich ganz ergiebig und erfrischend, zum Berufsstart auch gleich mal ne neue Technik zu probieren.
Gerade, was das rasche und effektive Colorieren von Skizzen oder Storyboards betrifft (nix Manga oder so).
Natürlich ist mir ganz klar, dass das Buch in Zusammenarbeit mit der Firma Copic entstanden ist... also auch der Werbung dient...

So oder so tun sich mir nun einige Fragen auf, denn es geht ja auch um eine nennenswerte Investition (und das dann auch immer wieder, wenn man dabei bleibt: Spezialpapier, Nachfüller, Ergänzungsfarben...) -

Grundsätzlich:

Ist das nur teure Spielerei, weil am Ende ein Bild genauso gut auch im Photoshop zu colorieren ginge?
Ist die Technik gängiger oder moderner/gefragter, als das klassische Nachcolorieren von Skizzen in Aquarell?
Also was ist dran an der Copic-Manie?
Einige von Euch verkauften ja hier sogar ihre kompletten Copic-Ausrüstungen und viel mehr habe ich hier im Forum fast nicht dazu finden können - ist das schon Aussage an sich?


Und im Speziellen:

Wieviele und welche Farben der Copic-Sketch-Marker wären denn für den Anfang (und wenn möglich auch später) sinnvoll, gängig und ausreichend?
Wie lange halten die Marker und wie ergiebig sind sie (natürlich auf dem dafür vorgesehenem Papier...)?
Sollte man Leermarker kaufen und nur die Grundfarben als Nachfüller und die Fraben dann selbst nach Bedarf mischen?

Dieses http://www.copic.de/copic-sketch/25-jah ... ms-set/143 ja gegenüber den anderen noch recht erschwingliche Set mit einer weltweit auf 3.000 limitierten Auflage ist nun immer noch zu haben - etwa ein Ladenhüter?
Warum? - (Die Graustufen und Schwarz fehlen gänzlich - dieses Minus kam mir als erstes in den Sinn).
Aber auch als Einsteiger-Set, wenn man die Graustufen nachkaufen würde: Sind die Farben auch sonst schlecht gewählt?
Oder liegt es daran, dass die breite Markerseite fehlt und durch eine Brush-Nib ersetzt wurde? Die Markerseite macht ja eigentlich den Reiz der Marker aus, vermute ich - gerade bei den Copic-Sketch Markern....

Über Eure Meinungen und Anregungen würde ich mich sehr freuen. Gern auch, was Euch darüber einfällt, ich aber noch gar nicht gefragt habe ;)

Kollegiale und erwartungsfrohe Grüße in den Abend sendet Steffi.

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Kollegiale Grüße

Steffi


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 Betreff des Beitrags: Re: Copics
BeitragVerfasst: Mo 16. Dez 2013, 23:58 
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Beiträge: 2398
Hmmm, Steffi —

ich muss sagen, dass die Marker bei mir ein "Auslaufmodell" sind.
Die Gründe hierfür sind simpel.

Von allen Medien, die man bei der Erstellung von analogen "Aufsichtsvorlagen" nutzen kann, sind Marker die denkbar schlechteste Wahl:
Marker und Nachfüll-Farben trocknen ein und die Farben der Illustrationen sind nicht lichtecht, sie verblassen nach einiger Zeit. Als Wohnzimmerdekoration eignen sich die Motive also schon mal nicht.
Dafür sind sie aber auch nicht entwickelt worden: Markerzeichnungen sind (besser: waren) in der Regel klassische Layout-Illustrationen, um Werbemotive und Entwürfe schnell und präsentabel darstellen zu können. Sie mussten nicht für die Ewigkeit halten, sondern nur, bis die Präsentation beim Auftraggeber vorüber war.

In der Regel verlangen meine Auftraggeber ohnehin digital erstellte Motive; diese sind schnell und ohne Umwege über’s Scannen zu erstellen, sie sind in Sekunden per Mail beim Kunden und nicht zuletzt — sie sind editierbar. Das Austauschen von Farben ist eine Angelegenheit von Sekunden.
Und man kann Markerillustrationen auch digital mit dem —> richtigen Handwerkszeug in einer durchaus vergleichbaren Lockerheit erarbeiten (—> HIER ein –zwar schlechtes, aber für diesen Zweck aussagekräftiges– Photoshop-Beispiel).

So GANZ ist die "Marker-Ära" allerdings noch nicht vorbei: in (zumeist von Agenturen im Auftrag von Firmen mit deren Mitarbeitern durchgeführten) "Workshops", bei denen die im Brainstorming entwickelten Ideen WÄHREND des Workshops von einem Illustrator visualisiert werden sollen, finden Marker auch bei mir durchaus noch Verwendung.
Hier genügen mir allerdings ein dicker 6B-Bleistift sowie 1, 2 Graustufen- und vielleicht 5, 6 Grundfarben-Marker.
Die Arbeitsergebnisse werden an Pinnwänden aufgehängt und fotografiert, die großen Bögen mit den Illustrationen wandern dann in der Regel umgehend in den Müll.
Genau wie die Marker, denn bis zum nächsten "Workshop"-Job ein Jahr später sind sie längst ausgetrocknet.

Das sind allerdings nur MEINE Erfahrungen mit Markern, vielleicht nutzt der eine oder andere sie ja doch noch auf andere Weise.

Es grüßt in den Abend
–Frank.

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FABRICATI DIEM, PVNC


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 Betreff des Beitrags: Re: Copics
BeitragVerfasst: Di 17. Dez 2013, 14:48 
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Beiträge: 19
Hallo Frank,

herzlichen Dank für Deine umfassende Antwort!

Das deckt sich mit dem, was ich im Hinterkopf hatte... ist zwar erstmal verlockend, die Sache mit den Markern - aber dann recht schnell abgekaut.
"Ideen visualisieren" zielt auch auf den von Dir angesprochenen Layout - und Entwurfsgebrauch ab... deshalb hatte mich das ja gereizt.

Aber ich dachte mir eben auch, dass man diesen Effekt fast ebensogut in Photoshop erzielen kann - also doch wieder digital.
Das Bild, welches Du verlinkt hast, bestätigt es.

Und interessant: Es gibt also auch einen Marker von Wacom (natürlich^^)- allerdings habe ich das Intuos 5 - bleibt noch offen, ob der hier Verlinkte damit kompatibel ist.
Jedenfalls liest es sich so, als hättest Du damit gute Erfahrungen gemacht.

Was mich aber tatsächlich nun vom Kauf eines ganzen Sets abhält, ist Deine Antwort zur Haltbarkeit... bei dem Kaufpreis keine Option...

Da weiter noch keiner geantwortet hat, scheint das Thema tatsächlich nicht der burner zu sein.... ;)

Einen schönen Tag wünscht Steffi

_________________
Kollegiale Grüße

Steffi


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 Betreff des Beitrags: Re: Copics
BeitragVerfasst: Di 17. Dez 2013, 17:46 
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Beiträge: 1308
zur haltbarkeit von copics kann ich allerdings berichten, dass meine (und ich hatte einen ganzen haufen) - ziemlich unbenutzt und unaufgefüllt bis auf ganz wenige exemplare einige, ja nahezu viele jahre unbeschadet bis zur weitergabe an einen meiner begabten kollegen gehalten haben. stimmt's, sven?
viele grüße
dorothée


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 Betreff des Beitrags: Re: Copics
BeitragVerfasst: Di 17. Dez 2013, 18:28 
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Da hat Dorothée recht, meine Copics liegen auch seit Jahren grösstenteils unbenutzt rum und ausgetrocknet ist mir da noch nix. Auch was die Lichtechtheit angeht sind Copics doch eigentlich sehr gut, dachte ich. Vielleicht hab ich das aber auch falsch in Erinnerung.

LG,
Janina

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 Betreff des Beitrags: Re: Copics
BeitragVerfasst: Di 17. Dez 2013, 18:44 
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auf lichtechtheit würde ich nicht tippen. aber grundsätzlich gesehen gibt es ja auch ohnehin recht wenige lichtechte farben. meine aquarelle und andere arbeiten gehören halt einfach nicht in die sonne ... das mögen die nicht. und das papier erst recht nicht.
mehr grüße!
dorothée


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 Betreff des Beitrags: Re: Copics
BeitragVerfasst: Di 17. Dez 2013, 19:35 
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Beiträge: 729
Meine Copics haben auch schon ihr 10jähriges gefeiert und kommen auch diese Jahr wieder in meinem Comiczeichenkurs zum Einsatz - das ist allerdings auch der einzige Einsatz, den sie noch haben. Ich denke aber, wenn man das Live-Zeichnen beim Kunden im Fokus hat, sind Copics immer noch gut. Allerdings machen die Dämpfe das Volk auch ein bisschen tröge - in zu kleinen unbelüfteten Räumen sollte man das also besser bleiben lassen.

Viele Grüße, Matthias

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 Betreff des Beitrags: Re: Copics
BeitragVerfasst: Di 17. Dez 2013, 21:01 
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Beiträge: 2398
Hmmm —

da stellt sich mir die Frage: könnte das Ein- bzw. Austrocknen meiner Marker daran liegen, dass ich kleine Kinder habe, denen ich ab & an erlaube, "bei besonders schönen Bildern" auf meine Stiftesammlung zurückzugreifen … ?

nachdenklich
–F.

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 Betreff des Beitrags: Re: Copics
BeitragVerfasst: Di 17. Dez 2013, 22:24 
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Registriert: Fr 29. Nov 2013, 14:43
Beiträge: 19
Danke an alle! Also ziehe ich folgendes Fazit: Ausprobieren ist super - nicht gleich verteufeln, aber auch nicht versteifen... und ein paar von denen liegen haben schadet nicht ... aber meist liegen sie dann irgendwann doch nur noch rum.

Und :lol: @ Frank: Hast Du daran gedacht, dass Du Ihnen auch das dafür vorgesehene Papier zur Verfügung stellen müsstest??? :mrgreen: Ich hätte noch ein paar gute alte Filzer für solche Zwecke übrig^^

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Kollegiale Grüße

Steffi


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 Betreff des Beitrags: Re: Copics
BeitragVerfasst: Mi 18. Dez 2013, 01:23 
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Beiträge: 1308
@matthias: dämpfe bei copics? habe ich nie so doll empfunden. kein vergleich zu damals bei den guten alten MAGIC markern. diese, gemischt mit den dämpfen von layoutkleber aus dem pinselglas haben gewiss so manchem bravem artdirector zu illuminierten inneren layouts verholfen ...
grüße
dorothée


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