Das war die Buchmesse 2007
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Sie kamen wieder: die uns schon im Vorjahr besucht hatten und jetzt sehen wollten, was es Neues gab. Und tatsächlich wurde sofort erkannt, was z.B. alte und was neue Postkarten waren. Die Erwartungen waren hoch, aber die Zufriedenheit auch. Denn die 140 neuen Postkartenmotive waren wieder sehenswert.

Neues Konzept für den IO-Stand

Der Stand präsentierte sich in diesem Jahr deutlich klarer. Ein Team um Anna Maria Sauer aus Frankfurt hatte sämtliche Portfolios auf der IO-Website durchkämmt, um dem Vorstand eine Auswahl an geeigneten Motiven für einen Bannerdruck vorzulegen. Arne Klaiber und Max Fiedler erhielten schließlich den Zuschlag und ihre Arbeiten wurden auf eine jeweils 1 x 2 m große Folie gedruckt. Mit den beiden großformatigen Illustrationen sollte ein zusätzlicher Blickfang am IO-Stand geschaffen werden.

Das Standelement im Holzdekor verbarg auf der Rückseite eine Garderobe und Stauraum für die zahlreichen Taschen, die jedes Jahr mit Messebeginn scheinbar plöztlich aus dem Boden wuchern. Der Leuchtkasten im Vordergrund wurde auf 1,40 m verbreitert, so dass mehr „Tresenfläche“ entstand. Auf seiner Rückseite boten zwei Regale Platz für Infomaterial, Mülleimer und andere „Accesoires“.

Die Publikationen

Neu und mit 700 Exemplaren unglaublich gut verteilt war der IO-Printnewsletter. Er bot einen Überblick über alle Veranstaltungen und Seminare, kündigte die Hörbuchcover-Ausstellung an und beinhaltete eine Themenliste, wo welche Bereiche auf der Website zu finden sind.

Mit 375 Exemplaren ging die IO-Image-Broschüre wieder beachtlich gut weg. Gern gesehenes Motiv war auch die Postkarte mit dem Tiefseefisch von Niklas Briner: „Du bist nicht allein“. Diesselbe Gestaltung wurde übrigens als ganzseitige Anzeige auch in der Redbox 2007 geschaltet und fand als Poster Verwendung. Petra Radtke wurde damit als Lotse aufgestellt, um Illustratoren den Weg zu unseren Seminaren anzuzeigen. Dabei wurde sie beinahe vom Hallendienst verhaftet: für Werbezwecke bedürfe es einer Extra-Lizens …

Die Veranstaltungen und Seminare

Anspruchsvoll präsentierte sich die Podiumsdiskussion zum Thema Copyright. Keine einfache Thematik, aber der Moderator Hernry Steinhau und die Teilnehmer Mathias Schindler von Wikimedia, Verena Sich vom Börsenverein und Tim Weiffenbach als Repräsentant der IO zeigten sich gut vorbereitet.

Das Seminar „Preiskalkulation“ erhielt eine spezielle Note, da sich ein vermeintlicher Verleger dorthin verirrt hatte. Natürlich kam an entsprechender Stelle ein Einwand, der zu einer wunderbaren Diskussion hätte führen können. Aber eine Stunde war auch so schon viel zu wenig Zeit, um allen Ansätzen gerecht werden zu können.

Die beiden Seminare, die von der Frankfurter Buchmesse in Kooperation mit der Buchmesse Bologna und unter Mithilfe der IO und der EIF angeboten wurden, hatten unterschiedliche Qualität. Karin Reuter präsentierte ihr Thema „Erfolgreich verhandeln“ souverän und mit interessanten Ansätzen. Sehr viel schwerer tat sich Valentina Mai, Anwältin und illustratorin aus Italien. Ihr Seminar „Feeling comfortable with clients and contracts“ hatte zugegebenermaßen eine außerordentlich schwierige Thematik. Das italienische Englisch machte es nicht einfacher.

Erhellende Einblicke brachte das Seminar „Mehr Erfolg! – arbeiten mit Repräsentanzen, Portfolios und Artbuying“. Was es mit Repräsentanzen auf sich hat, schilderten einleuchtend Jutta Fricke (Jutta Fricke Illustrators) und Manuela Hirsch (Hirschpool). Matthias Emde erläuterte die Funktion und die neuen Möglichkeiten der IO-Portfolios und der Bild- und Zeichnersuche.Brigitte Scholz gab Einblick in den Arbeitsalltag von Artbuyern.

Durchwegs begeistert waren die Teilnehmer des Seminars „Wert und Gegenwert“, das als Tageseminar in der IO-Geschäftsstelle stattfand. Mit Rollenspielen wurden Verhandlungstrategien deutlich gemacht, eingefahrene Verhaltensmuster „geknackt“ und neue Möglichkeiten aufgezeigt. Für das Seminar soll es eine Fortsetzung geben. 

Fazit und Ausblick

Die Frankfurter Buchmesse ist bisher die größte alljährliche Herausforderung für die IO. Über 70 Kollegen waren in den Ablauf involviert, die Vorbereitungen brauchten 8 Monate, der gesamte Auftritt hatte einen erheblichen finanziellen Aufwand. Aber es lohnte sich. Das Standpersonal wurde mit der dritten Messeteilnahme zunehmend routinierter und bot wertvolle Hilfestellung für Kollegen und Auftraggeber.

Im nächsten Jahr soll der Stand um 4 qm auf dann 12 qm anwachsen. Wir werden uns weiter etablieren und trotzdem für viele immer noch neu und unverhofft sein. Unser Angebot wird sich weiter verbessern und mehr auf die Gegebenheit vor Ort eingehen.