Bericht von der Ausstellung auf der Europa
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400 überwiegend deutschsprachige Passagiere waren an Bord der MS Europa auf ihrer Reise von Acapulco nach Papeete. Viele sind schon eher auf dem Schiff und fahren auch weiter. Die wenigsten gehen in Papeete von Bord, da hier die Rückreise am längsten ist – 29 Stunden dauert der Rückflug insgesamt, eine Reise um die halbe Erdkugel.

Die Ausstellung hat ein wohlwollendes Interesse gefunden. 50 Postkarten von Tanja Székessy und Kai Pannen, deren Kartenmotive Arbeiten in der Ausstellung entsprachen, sind immerhin von Besuchern mitgenommen worden. Allerdings wurden keine Bilder verkauft, was für die Galerie auf dem Schiff aber auch nicht ungewöhnlich ist.

Das Interesse der Passagiere gilt der Reise an sich, Urlaub ist angesagt. Neben der Ausstellung gab es von mir auch einen Vortrag über zeitgenössische Illustration und Zeichenkurse. Letztere wurden so gut angenommen, dass sich die Teilnehmer an den ersten sechs Seetagen immer wieder eingetroffen haben, um weiter zu üben.

Die nebenstehenden Bilder zeigen die Galerie, die sich nur ein paar Meter über dem Meeresspiegel auf Deck 4 befindet. Sie liegt zwischen dem Atrium und dem Weg zu dem Hauptrestaurant und den zwei Spezialitätenrestaurants.

Insgesamt hat das Schiff zehn Decks. Die Kabinen kosten zwischen 500 Euro und 4500 Euro pro Tag. Viele der Passagiere machen diese Kreuzfahrten schon seit mehreren Jahren immer wieder. Es ist einfach eine besondere Form des Reisens.

Die Ausstellung wurde am ersten Tag der Reise aufgebaut. Am selben Abend fand dann auch schon die Vernissage statt, die von ca. zwanzig Besuchern wahrgenommen wurde.

Tags darauf begann dann die sechstägige Seereise. 3000 Seemeilen mussten zurückgelegt werden, bis die erste Insel angesteuert werden konnte: Nuku Hiva. In dieser Zeit fand auch das wesentliche Programm auf der Europa statt. Nachdem die erste Insel erreicht war, galt das Interesse den Landausflügen.

Das letzte Bild zeigt die Finnisage. Links steht der Event-Manager, Herr Mohren, rechts von mir drei meiner Kursteilnehmer, die zu diesem Anlass auch ihre Arbeitsergebnisse präsentierten.

Als Ressümee lässt sich die Ausstellung auf der Europa und meine Begleitung dieser Präsentation als eindrucksvolles Erlebniss mit hohem Urlaubswert verbuchen. Was sich durch die Vielzahl an Gesprächen ergeben mag und was das für die IO und die EIF bewirkt, muss man abwarten.

Frankfurt, 13. Februar 2007

Marcus Frey

Geschäftsführer der Illustratoren Organisation e.V.