jitter - magazin für bildgestaltung
Treu die Natur und ganz – Wie fängt er‘s an?
Wann wäre je Natur im Bilde abgetan?
Unendlich ist das kleinste Stück der Welt! –
Er malt zuletzt davon, was ihm gefällt.
Und was gefällt ihm? Was er malen kann!
Das Nachdenken über Bilder zählt zu den schönsten Sportarten überhaupt. Wahrnehmung und Reflexion gehören zusammen. Ist das Auge einmal fett und träge geworden vor lauter Eye-Candy, muss es im intellektuellen Galopp wieder schlank geritten werden. In Zeiten des Iconic Turn eine unerläßliche Disziplin. Ob Kinderbuch, Schulbuch, Belletristik, Editorial, Wissenschaft, Werbung, Mode, Comic oder Animation: Ganz selten dient das Bild lediglich dem künstlerischen Ausdruck. In der medialen Kommunikation ist das Bild immer ein absichtsvolles, ein instrumentalisiertes. Bilder informieren, erzählen und verführen. Sie beleuchten und verdunkeln. Kein Zeigen ohne Weglassen, siehe Nietzsche.
Zum medial vermittelten Bild gehört also auch immer das, was man vereinfacht als dessen Geschichte bezeichnen könnte. Um das Bild und seine Geschichte soll es also gehen in jitter, unserem Magazin, das seinen Namen einem Störeffekt der Bildtechnik verdankt. Dabei gilt unsere Aufmerksamkeit einer besonderen Art von Bild: der Illustration oder dem "gemachten" Bild (engl. made image) oder andersherum gesagt: allem, was nicht Fotografie ist. Denn angesichts einer geradezu unüberschaubaren Stilvielfalt und immer neuen Anwendungsbereichen fällt die Wortwahl schwer. Illustration – man möchte es gern verwenden, allein weil es so klangvoll ist – greift zu kurz. Mit dem "gemachten" Bild stellen sich, da es nach dem sprichwörtlichen "gemachten Bett" klingt, in das zu legen sich ein fauler Hund bequemt, ganz unpassende Assoziationen ein. Es ist nicht leicht, für die Bilder mit denen wir uns hier beschäftigen wollen, das richtige Wort zu finden. Wir bleiben also einfach bei Bild und hängen, weil es so gut zum Sehen (was?) und auch zum Denken (weshalb?) passt, die Gestaltung hintendran.
jitter – magazin für bildgestaltung informiert über aktuelle Entwicklungen der Bildgestaltung im (multi-)medialen Kontext. Dabei soll aber auch der historische Hintergrund und die nach wie vor existierende klassische Illustration nicht vernachlässigt werden. Alle Bereiche der Bildgestaltung, sofern sie nicht Fotografie sind, sollen von jitter abgedeckt werden. Die in den letzten Jahren so oft beschworene Renaissance der Illustration stimmt hoffnungsvoll und rechtfertigt den Versuch für ein solches Magazin. jitter hat nicht den Anspruch ein „Lifestyle-Magazin“ zu sein. Vielmehr geht es um das Bild und die Geschichten und die Geschichte des Bildes. Wo diese sich mit Kultur oder Subkultur berührt wird jitter ganz besonders aufmerksam hinschauen.
Die Aufwertung der Illustration zieht ein verstärktes Interesse am Berufsbild nach sich. Über den Arbeitsalltag und seine pragmatisch-strategischen Anforderungen an vorwiegend freiberuflich und zumeist allein arbeitende Illustratoren wird jitter in allen Facetten berichten. jitter will kein Bilder-Magazin sein, in dem lediglich Bilderstrecken in ermüdender Weise aneinander gereiht werden. Dennoch darf und wird es auch Bilderstrecken geben. Denn was wäre ein Magazin für Bildgestaltung ohne Bilder?
Info-PDF
Die Themen:
Editorial Illustration/ Buchillustration/ Kinderbuchillustration/ Werbeillustration/ Film (Storyboard, Production Illustration, Matte Painting)/ Animation (2D, 3D, Character Design)/ Comic und Cartoon/ Modeillustration/ Freie Illustration/ Bild und Geschichte
(Kunst-Gesellschaft-Medien-Theorie)
Ausgabe Null steht auf der jitter Website vollständig zum Download
_Adresse der Redaktion: info@jitter-magazin.de
_Website jitter: www.jitter-magazin.de

