Negative Rendite bei gesetzlicher Rentenversicherung?
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Eine Studie des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) weist darauf hin, dass die Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung in Zukunft deutlich niedriger sein könnte, als dies von Politik und Rentenversicherer vorhergesagt wird.
Die Rendite der gesetzlichen Rente tendiere für alle Beitragszahler „langfristig gegen null“. Ledige Männer, die nach 1980 geboren seien, müssten sogar sehr wahrscheinlich Verluste hinnehmen. Als System des solidarischen Ausgleiches zwischen Jung und Alt habe die gesetzliche Rentenversicherung durchaus ihre Berechtigung, als „finanzielle Anlagenform bleibt sie jedoch ohne Reiz“, so ein DIA-Sprecher.
Das Bundessozialministerium widersprach der Studie: „die Berechnungen von IWG und DIA dienten dazu, das Geschäft der Auftraggeber anzukurbeln“.

Quelle: FAZ vom 29. Juni 2005

Unser Überlegung dazu:
Die Politik hat durch ihre „Schönwettersicht“ lange dazu beigetragen, die Problematik des Rentensystems mit Hinblick auf die demographische Entwicklung falsch einzuschätzen. Wenn jetzt bei einer solchen Studie wiederum abgewiegelt wird, darf man eine ähnlliche Geisteshaltung vermuten. Illustratoren (und nicht nur diese) sollten die Absicherung im Rentenalter zum Thema Nr. 1 ihrer finanziellen Strategie machen – es ist ja schön, wenn das Konto gedeckt ist, aber bei Preiskalkulation muss einfach sehr viel mehr „drin sein“, um dieser Herausforderung Herr zu werden.


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