Armut im Alter?
Seite drucken
Zeitgleich berichteten die Welt und die FAZ am Mittwoch, dem 3. August über frappierende mangelnde Altersvorsorge bei einem Drittel aller Deutschen. Nun wäre es zunächst mal interessant zu erfahren, welches Pressebüro diese Artikel in Tageszeitungen forciert, sprich wer den Nutzen von solchen Horrorszenarien hat, da sie doch nicht zufällig ihren Weg in die Medien finden. Unbestreitbar bleibt allerdings, dass hier tatsächlich eine besonders große Gefahr für alle jene lauert, die in in etwa 20 Jahren das Rentenalter erreichen werden.

Folgendes bennennen die Artikel:
Eine Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge, getragen von der Deutschen Bank (sic!) weist darauf hin, dass die meisten Arbeitnehmer in Deutschland ihre Versorgungslücke im Alter falsch einschätzten und zu wenig privat vorsorgten. 59% aller Haushalte würden die Rentenlücke im Alter nicht füllen können. Ein Drittel verfüge derzeit aber auch nicht über die entsprechenden Finanzmittel und spare deshalb nichts an.

Fazit:
Gerade Illustratoren werden es bestätigen können, dass selbst wenn die Notwendigkeit für die private Altervorsorge erkannt wird, häufig die Mittel fehlen, um diese auch realistisch voranzutreiben. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, um aus dieser Misere heraus zu finden:
1. So früh wie irgend möglich mit der privaten Altersvorsorge zu beginnen.
2. Sich immerwieder für eine angemessene Vergütung stark zu machen. Es kann nicht sein, dass wir Illustrationen für sechs Euro leisten (wie mir jüngst in Berlin mit Hinweis auf einen Verlag berichtet wurde). Die IO wird sich für reelle Preise einsetzen. Diese aber auch einzufordern liegt bei jedem Illustratoren selbst.
(Marcus Frey)


zurück Top