Offener Brief zu Googles neuer Bildersuche

Google hat die Anzeige seiner Bildersuche geändert. Diverse Kreativverbände – darunter BVPA (Bundesverband professioneller Bildanbieter), Illustratoren Organisation und Allianz Deutscher Designer – kritisieren in einem offenen Brief Googles neue Bildersuche.

Der Bundesverband professioneller Bildanbieter (BVPA) schreibt zum neuen Erscheinungsbild der Bildersuche:

»Anders als bislang erscheint jetzt nach dem Anklicken eines Vorschaubildes in der Rasteransicht das Bild in Originalgröße (Blow-Up) ohne Kontext der Webseite aber mit vermeintlich ähnlichen Bildern, ohne Urhebervermerk, dafür aber mit einem Button >Teilen< in Facebook, Twitter, Google+ und zum E-Mail-Versand. Das Bild in Originalgröße darzustellen und es dazu in den Quellcode der Seite einzubinden ist eine unzulässige Vervielfältigung und Online-Zugänglichmachung. Durch die Anzeige der Bildsuchergebnisse in Originalgröße wird der Besuch auf der Ursprungswebseite ersetzt. Google wird so selbst zum Content-Anbieter, der ein suchwortgeneriertes Bilderalbum zum Durchblättern bereitstellt. Die >Teilen<-Funktion ist ebenfalls nicht notwendiger Bestandteil der Suchergebnisanzeige und damit auch nicht von einer faktischen Einwilligung gedeckt.«

Das gemeinsame Schreiben stieß bisher bereits auf mediale Resonanz u.a. bei


Die Kampagne dient auch als Auftakt, um die Öffentlichkeit auf Googles urheberrechtsverletzenden, respektlosen Umgang gegenüber den Rechtinhabern aufmerksam zu machen.

Um das Anliegen der Kreativverbände zu unterstreichen, wird das Schreiben durch den BVPA in englischer Sprache ebenfalls an das Google Headquarter in Mountain View geschickt.

Neben dem BVPA haben folgende neun Verbände den offenen Brief unterschrieben: Die AGD (Allianz deutscher Designer), der Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. (BFF), der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), dju in ver.di,  das Center of Picture Industry (CEPIC), die Illustratoren Organisation e.V., die Professional Image Creators (pic), sowie der Centralverband Deutscher Berufsfotografen.

Der vollständige Brief lässt sich hier herunterladen.

(Red. SW)