Max und Moritz-Preis 2016
Beste deutschsprachige Comic-Künstlerin: Barbara Yelin, Copyright: Internationaler Comic-Salon Erlangen – Foto: Erich Malter, 2016

Am Abend des 27. Mai wurde im Erlanger Markgrafentheater der Max und Moritz-Preis 2016 vergeben. Der Max und Moritz-Preis, von der Stadt Erlangen im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Comic-Salons verliehen, gilt als wichtigste Auszeichnungen für Comic-Kunst und grafische Literatur im deutschsprachigen Raum. Im Vorfeld der Preisverleihung war eine Liste mit 25 von Jury und Publikum nominierten Titeln bekannt gegeben worden.

Der Preis für den Besten deutschsprachigen Comic-Strip geht an „Das Hochhaus. 102 Etagen Leben“ von Katharina Greve (www.das-hochhaus.de), als Bester deutschsprachiger Comic wird „Madgermanes“ von Birgit Weyhe (avant-verlag) ausgezeichnet, der Beste internationale Comic ist „Ein Sommer am See“ von Mariko Tamaki und Jillian Tamaki (Übersetzung: Tina Hohl, Reprodukt).
Mit besonderer Spannung wird traditionell die Wahl der/des Besten deutschsprachigen Comic-Künstlerin/Künstlers (dotiert mit 5.000,– Euro) erwartet. In dieser Kategorie wurde Barbara Yelin (aktuell: „Irmina“, Reprodukt) ausgezeichnet.

Der Max und Moritz-Preis für den Besten Comic für Kinder geht in diesem Jahr an „Kiste“ von Patrick Wirbeleit und Uwe Heidschötter (Reprodukt), den Sonderpreis fürdie Beste studentische Comic-Publikation (dotiert mit 1.000,– Euro) erhalten die Macherinnen und Macher von „Wunderfitz“ von der Münster School of Design. Zum vierten Mal wurde in diesem Jahr ein Max und Moritz-Publikumspreis 2 ausgelobt, für den im Internet nominiert und abgestimmt werden konnte. Sieger in dieser Kategorie ist die Mangaka Mikiko Ponczeck mit „Crash 'n' Burn“ (Tokyopop).

Mit dem Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk wurde – wie schon im Vorfeld der Preisverleihung
bekannt gegeben – die französische Künstlerin Claire Bretécher geehrt. Sie konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich an der Preisverleihung teilnehmen. Aus Sicherheitsgründen war dies auch einem der beiden Träger des Spezialpreises der Jury nicht möglich: Der ehemalige „Charlie Hebdo“-Zeichner Luz hat in seinem Buch „Katharsis“ den Schmerz über die Ermordung seiner Zeichner-Freunde verarbeitet. Mit einem weiteren Spezialpreis der Jury wurde der Berliner avant-verlag für seine Verdienste um die Pflege kulturellen Erbes ausgezeichnet.

Wir gratulieren!

(Red. CS)