Auf Augenhöhe!

Urheber stärken nicht schwächen

Urheberinnen und Urheber aus über 35 Verbänden und Gewerkschaften protestieren vor dem Reichstag gegen die Verwässerung der Reform des Urhebervertragrechts. Auf dem Platz der Republik werden sie auf Leitern steigen und von den Abgeordneten des Bundestages fordern, endlich die Möglichkeit zu schaffen "Auf Augenhöhe" mit Verwertern zusammenarbeiten zu können und faire Verhandlungen zu ermöglichen.

Die Regierungsparteien hatten im Koalitionsvertrag versprochen, die Situation der Kreativen nachhaltig zu verbessern und ihnen faire Verhandlungen mit den Verwertern zu ermöglichen. Doch der Regierungsentwurf verweigert ihnen die dazu nötige Augenhöhe. Insbesondere das Hauptanliegen des Referentenentwurfs, den Abschluss von gemeinsamen Vergütungsvereinbarungen zu erleichter, ist mit dem Regierungsentwurf nicht zu erreichen.Es steht sogar zu befürchten, dass sich die Situation der Urheber*innen noch verschlechtern wird.

Wer sich selber solidarisch auf eine Leiter stellen und fotografieren will, schickt das Bild bitte direkt an illustration@meike-teichmann.de. Dort wird alles gesammelt und heute oder morgen werden die Fotos dann hier eingestellt. Danke für eure Beteiligung!

Hier die aktuelle Pressemitteilung der Initiative Urheberrecht nach der heutigen Protestveranstaltung:

Pressemitteilung
Auf Augenhöhe: Protestaktion der UrheberInnen vor dem Reichstag

Berlin, 1. Juni 2016. UrheberInnen und KünstlerInnen, darunter Schauspielerinnen wie Ursela Monn, Mo Asumang oder Thomas Schmuckert, Vorstand vom Bundesverband Schauspiel, aber auch DrehbuchautorInnen wie Pim G. Richter und RegisseurInnen wie Stephan Wagner, die beide für diverse Folgen der Tatort-Reihe verantwortlich zeichnen, sowie KomponistInnen, FotografInnen, DesignerInnen, JournalistInnen bis hin zu IllustratorInnen, SchriftstellerInnen, Bildende KünstlerInnen, SchauspielerInnen, SpieleautorInnen, Kameraleute, Orchestermitglieder u.a.m. haben sich heute mit der aufsehenerregenden Aktion „Auf Augenhöhe“ vor dem Reichstag an die Abgeordneten des Bundestags gewandt und sie aufgefordert, das Urhebervertragsrecht in ihrem Sinne zu gestalten. Sie stiegen dazu auf Leitern, die sie „endlich auf Augenhöhe“ bringen sollten, und hielten Schilder mit der Aufschrift „Augenhöhe! Urheber stärken, nicht schwächen“ in die Höhe.
Die Koalitionsvereinbarung versprach ausdrücklich, die UrheberInnen auf Augenhöhe zu ProduzentInnen und Verwertern zu heben. Der vorliegende Regierungsentwurf enthält aber so gut wie keine Regelung oder ein rechtliches Werkzeug, um endlich diese Augenhöhe herzustellen. So sehr die angeführten Reformziele die richtigen sind, so wenig taugen die Vorschläge, um sie zu erreichen. Sie sind halbherzig oder bedienen erneut zuerst die Interessen der Verwerter. Einige der vorgeschlagenen Regelungen bedeuten sogar einen Rückschritt. Sie verschlechtern die Situation der UrheberInnen im Vergleich zur bestehenden Rechtslage, die die Koalition als reformbedürftig erkannt hat.

Über die Initiative Urheberrecht:
In der Initiative Urheberrecht arbeiten mittlerweile mehr als 35 Verbände und Gewerkschaften zusammen, die die Interessen von insgesamt rund 140.000 Urheber/innen und ausübenden Künstler/innen vertreten.
http://www.urheber.info/verbaende

Pressekontakt:
SteinbrennerMüller Kommunikation
mail@steinbrennermueller.de

Zur Initiative Urheberrecht: www.urheber.info

Der Flyer zur Aktion Auf Augehöhe:

application/pdf datei1_1255.pdf
(Red. JW)