VG Bild stoppt Ausschüttungen an Verlage und Bildagenturen

Mit seinem Urteil vom 12. November 2015 stellt der Europäische Gerichtshof die bisherige Verteilungspraxis der Verwertungsgesellschaften in Frage. Die VG Bild hat nun beschlossen Ausschüttungen an Verlage und Bildagenturen bis zur nächsten Mitgliederversammlung zu stoppen. Die VG Wort ebenso.

Vorgeschichte ist eine Klage des Urheberrechtlers Martin Vogel gegen die VG Wort. Vogel vertritt dabei die Auffassung, dass die von der VG Wort vereinnahmten Urheberrechtsabgaben ausschließlich den Urhebern zustehen und nicht zwischen Urhebern und Verwertern aufgeteilt werden dürfen. In den ersten beiden Instanzen hat er damit Recht bekommen. Dann ging das Verfahren an den Bundesgerichtshof, wo es im letzten Jahr ausgesetzt wurde. Das Gericht wollte zunächst ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs abwarten – dem Verfahren „Reprobel gegen Hewlett Packard”. Das Urteil vom 12. November 2015 scheint nun die Position Martin Vogels zu stärken.

Die VG Bild wird auf der nächsten Mitgliederversammlung über das weitere Vorgehen beschließen, wenn auch das Urteil im Fall um Martin Vogel und die VG Wort feststeht.

Ausführliche Informationen unter http://www.bildkunst.de

(Red. CS)