EU-Urheberrecht

2015 wird in Sachen europaweites Urheberrecht das Jahr der Weichenstellungen. Die beiden entscheidenden Akteure auf der Brüsseler Bühne stammen aus deutschen Landen: Günther Oettinger, der Kommissar für Digitale Agenda, der die europaweite Vereinheitlichung der nationalen Urheberrechte bewerkstelligen soll, und die von der Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament schanghaite Piratin Julia Reda, die als „Berichterstatterin für die Evaluation der Umsetzung der Urheberrechtsrichtlinie von 2001“ darauf aufpassen soll, dass dabei niemand unter die Räder kommt.

Der Sprecher der Initiative Urheberrecht, Gerhard Pfennig, fasst in einem informativen Bericht am Jahresbeginn die derzeitige Lage aus Sicht der Urheber zusammen. Die Lektüre seiner Analyse sei allen Illustratorinnen und Illustratoren dringend ans Herz gelegt.

Nicht ohne Ironie nehmen die Beobachter der politischen Debatte aus den Reihen der Illustratoren Organisation [die Mitglied der Initiative Urheberrecht ist] zur Kenntnis, dass die Interessen der europäischen Urheber in Brüssel nun offenbar in den Händen einer Angehörigen jener Partei ruhen, die noch vor kurzem das Existenzrecht hauptberuflicher Kreativer grundsätzlich infrage gestellt hat.

Zum Bericht:
http://www.urheber.info/aktuelles/2015-01-21_eu-urheberrecht-oettinger-und-reda-auf-der-suche

(Jens R. Nielsen)

(Red. JW)