Adobes neue Produktpolitik

Seit Mitte 2013 ist es nun beschlossen: Adobe wird in Zukunft seine Softwareprodukte nur noch in Form eines Cloud-Modells zugänglich machen. Seit dieser Bekanntgabe geht ein Aufschrei des Protests durch die Kreativwirtschaft. Unbestreitbar ist, dass Adobe in den letzten Jahren eine große Marktmacht erlangt hat und seine Software in der Kreativwirtschaft Standard sind. Entsprechende Verfahren und Protestnoten bezüglich dieser möglichen Marktbeherrschung Adobes laufen bereits.

Hier kann man an einer Petition gegen Adobes Cloud-Politik teilnehmen. Wir empfehlen, sich daran zu beteiligen:
http://www.change.org/petitions/adobe-systems-incorporated-eliminate-the-mandatory-creative-cloud-subscription-model  

Die Creative Cloud (CC) hat durchaus ihre Vorteile, da sie den Kreativen Zugang zu sämtlichen Programmen Adobes überall via Internet zu einem vorerst günstigen Monats-Abonnement zur Verfügung stellt. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass sich dieses Modell nicht für jeden lohnt. Für Versionsüberspringer oder Nutzer nur weniger Programme ist es mit Mehrkosten verbunden. Auch kann das Programm nur genutzt werden, wenn das Abo aktiv ist. Daher besteht durchaus die Gefahr, dass man seine eigenen Werke später ohne CC nicht mehr als Urheber nutzen kann.

Hier diskutiert die IO über die Cloud
https://www.io-home.org/IO-Forum/viewtopic.php?f=17&t=4558

Die Frage, die nun im Raum steht für alle Kreativen: Gibt es Alternativen zu Adobe?
Im Grunde kann man sagen: zur Zeit nur bedingt. Allerdings ist diese Antwort etwas unzureichend. Wir als Kreative sind selbst in der Pflicht uns Alternativen zu suchen. Es gibt eine große Palette von Programmen, die die selben Funktionen unterstützen, wie die Adobe-Software. Es ist absehbar, dass in der Zukunft die Konkurrenzfirmen die Situation nutzen werden um in die Lücke zu springen. Dennoch muss sich jeder Kreative fragen, welche Funktionen er wirklich benötigt und ob er Alternativen zur CC findet.

Die IO prüft derzeit, ob und inwieweit ein Vorgehen auf juristischer Ebene sinnvoll ist, da durch diese Politik eine Bedrohung der Urheberschaft im Raum steht.

Text: Sven Geske

(Red. CS)