ALMA-Gewinner 2016 bekannt gegeben

In der Begründung der ALMA-Jury heißt es: »Die Jugendbücher von Meg Rosoff sprechen Herz und Verstand gleichermaßen an. In einer funkensprühenden Prosa schreibt sie über die menschliche Sinn- und Identitätssuche in einer seltsamen und bizarr anmutenden Welt. Ihr Werk lässt ihre Leser niemals unberührt. Keines ihrer wagemutigen und zugleich humorvollen Bücher gleicht dem anderen.«

Das Börsenblatt schreibt:
Meg Rosoff wurde 1956 in Boston geboren, lebt und arbeitet aber seit vielen Jahren in London. Sie debütierte 2004 mit dem dystopischen Roman »How I Live now« (So lebe ich jetzt), der zum unmittelbaren Erfolg wurde. Seitdem hat sie sechs weitere Jugendromane, einige Bilderbücher und einen Roman für Erwachsene verfasst.

»Ihr vielfältiges Werk lässt niemanden unberührt. Egal, ob es sich um junge oder erwachsene Leser handelt«, so die Mitteilung der Jury weiter. »Sie schreibt über junge Menschen in der Grauzone zwischen Kindheit und Erwachsenenalter, die sich in ihrer Selbstfindung schweren Prüfungen ausgesetzt sehen. Dies ist mitunter schwer auszuhalten. Die Hauptfiguren kämpfen mit ihrer eigenen Identität sowie Sexualität und landen dabei unfreiwillig in chaotischen Situationen. Genau wie bei Astrid Lindgren gilt dabei Meg Rosoffs Empathie und Loyalität voll und ganz den jungen Menschen. Die Welt der Erwachsenen, sofern sie überhaupt beschrieben wird, tritt nur am Rande auf. Die Sprache ist konkret und lebendig – ob es sich um Landschaften, Kleidung oder Lebensmittel in der Speisekammer handelt. Sie würzt Düsternis mit Humor und heraus kommt ein stilistisches Meisterwerk.«

Meg Rosoff wurde mehrfach ausgezeichnet. 2008 erhielt sie etwa den Deutschen Jugendliteraturpreis für »Was wäre wenn« (Carlsen).

(Text & Fotos: Constanze Guhr)

(Red. JW)