Arbeiten im Ausland

Für den Start im neuen Land ist es wichtig, sich ein neues Netzwerk aufzubauen. In den Niederlanden helfen hier neben örtlichen Stammtischen und Agenten die Berufsverbände BNO (Beroepsorganisatie Nederlandse Ontwerpers) bzw. BNS (Beroepsorganisatie Nederlandse Striptekenaars) für Comiczeichner.


Bei beiden Verbänden muss man sich mit einer Mappe bewerben, wenn man nicht ein Zertifikat über ein Studium oder eine entsprechende Ausbildung vorweisen kann.

Eine weitere Anlaufstelle ist das Comic House (Website: www.comichouse.nl), die größte und sicherlich auch angesehenste Agentur für Illustratoren. Bei der Zusammenarbeit schätzen es die Niederländer sehr, wenn man sich die Mühe macht und die Sprache erlernt. Doch im Allgemeinen kommt man auch mit Englisch gut weiter.

Der niederländische Markt ist viel kleiner als der deutsche. Aber Illustration – vor allem das Persönliche, Handgemachte – hat immer noch einen hohen Stellenwert in der Kommunikation. Momentan ist die Auftragslage jedoch ein wenig rückläufig.

Das Urheberrecht ist in den Niederlanden recht ähnlich geregelt wie in Deutschland. Doch obwohl sich die Berufsverbände dafür einsetzen, ist es bei Weitem nicht so üblich, eine Nutzungsvergütung zu verlangen. Auch in den Niederlanden gibt es Verträge von Agenturen und Verlagen, gegen die man sich zur Wehr setzen sollte.

Auf der anderen Seite lässt sich ein angemessener Stundenlohn viel eher durchsetzen.

Tobias Dahmen

(Red. SW)