E-Rechte: so nicht!
In Verträgen, in denen die Rechteüberlassung für die Verwendung von Werken auf iPhones, E-Books oder dem iPad geregelt werden soll, wird häufig von einer  Urheberbeteiligung  von 20% ausgegangen – mit dem Hinweis, dies sei branchenüblich.

Vereinbarungen, die der Illustratoren Organisation vorgelegt wurden, zeigen dagegen, dass auch eine Beteiligung von bis zu 60% erzielt werden kann.

20% vom Nettoerlös bei der Vergabe von digitalen Rechten ist für eine Posten, bei dem wenig zusätzliche Kosten wie Druck oder Papier anfallen und bei dem noch unklar ist, welchen Stellenwert er in einigen Jahren einnehmen wird, nach Meinung der IO nicht seriös. Hier wird versucht, eine „Marktüblichkeit“ zu schaffen.

Um überhaupt abschätzen zu können, worüber bei einer Rechteveräußerung gesprochen wird, sollten Illustratoren darauf bestehen, dass der Vertragspartner seine Verbreitungserwartungen mitteilt: Erst wenn klar ist, wo, auf welche Art und für wie lange ein Werk genutzt wird, lässt sich die „Angemessenheit“ eines Vergütungsangebotes feststellen. Und die Bestimmung der zu erwartenden Nutzung durch den Verwerter ist nun tatsächlich – branchenüblich.